Dies ist das Thema Überwachungsstaat bei Cyberpunk als Teil vom Rollenspiele.
Es ist nicht so das ich eure Argumente nicht sehen würde. Im Prinzip stimme ich euch ja sogar teilweise zu. ...
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#21
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Es ist nicht so das ich eure Argumente nicht sehen würde. Im Prinzip stimme ich euch ja sogar teilweise zu. Allerdings nützt das glaube ich nichts viel. Ich kann, wenn ihr das wollt auch noch mal auf alle Punkte einzeln eingehen. Ihr habt euch da ja auch wirklich viel Mühe mit gemacht. Ich denke nur, dass es so eine Batman/Superman Disko wird. Ich habe nicht das Gefühl das ihr auch nur einen Iota von eurem Standpunkt abgerückt seid, trotz meiner KLAR überlegenen Argumente. Das gleiche gilt für mich. Ich bin immer noch der selben Meinung wie vor 5 Posts. Auf einige Kleinigkeiten werde ich aber noch mal eingehen:
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So, jetzt aber. Ich glaube was wir brauchen um der Antwort auf Navokhas Frage näher zu kommen ist erst mal eine gemeinsame Basis. Wenn wir ohnehin davon ausgehen das die Regierung nichts gegen die Kampfzonen unternehmen will, brauchen wir doch auch eigentlich gar nicht darüber zu diskutieren ob sie es theoretisch könnte oder nicht. Wenn ich alles richtig verstanden habe, hat uns Navokha doch direkt nach dem Worst Case Szenario (aus der Sicht des Runners) gefragt. Das wäre für mich die Schließung der Kampfzone und das Austrocknen des illegalen Waffenhandels. (Also schlimmer wäre natürlich das es keine Knarren mehr gebe. Ich kann auch in der City auf Cops schießen wenn es keine Kampfzone mehr gibt, aber womit soll ich schießen wenn ich keine Waffe habe?) Also die Transformation vom Gescheiterter Staat zurück zum Überwachungs- / Präventionsstaat. Nehmen wir an es kommt zu einem Paradigmenwechsel bei CP und die Kampfzonen sind auf ein mal nicht mehr im Interesse der Regierung. Warum, dass ist nicht so wichtig. Aber sagen wir z.B. die Runner haben sich immer stärker politisiert und die Kampfgebiete verwandeln sich in so eine Art National Befreite Zone, wo sich die Bevölkerung immer stärker gegen die Regierung / Konzerne engagiert. Das ist eigentlich egal, wichtig ist nur das die Staatsführung jetzt genug hat. Wenn wir uns auf dieses Szenario einigen können, dann stellt sich uns jetzt wieder die Ausgangsfrage: Wäre die Regierung in der Lage die Kampzone zu schießen? Welche Möglichkeiten hat sie illegale Aktivitäten einzudämmen oder komplett zu eliminieren? Das sie immer noch die Interessen der Konzerne vertritt ist klar, auf deren Unterstützung kann sie demnach hoffen. Der Paradigmenwechsel muss demnach zuerst bei den Konzernen stattgefunden haben, die bei CP ja weitgehend die Regierung kontrollieren. Das heißt noch lange nicht, dass die Konzerne die ganze Arbeit für die Regierung machen. Es hieße aber mMn schon, dass die US Truppen / Nationalgarde zumindest technische Unterstützung bekämen. Was könnten die Runner gegen ein solches Vorgehen unternehmen? Ich merke gerade das in diesem Zusammenhang das Beispiel von der Politisierung ziemlich blöde ist, weil das ja auch mehr Zusammenhalt / Zusammenarbeit zwischen den Gangs voraussetzen würde. Egal nehmen wir was anderes. Meinetwegen schalten die Konzerne die Regierung als Mittler aus und übernehmen direkt die Macht. Was auch immer. Denkt euch was aus. Obwohl CP kein „die Chars retten die Welt“ spiel ist, finde ich die Idee immer interessanter je länger ich darüber nachdenke. Was könnten die Runner tun wenn ein wirklich starker Feind sich entscheiden würde ihnen ihre Lebensgrundlage zu entziehen? Bis zu welchem Zeitpunkt können sie überhaupt noch was tun?
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Венн Ду Дас Лезен Каннст, Данн Бист Ду Кеин Думмер Весси! |
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Also, ich sehe die Diskussion halt einfach von einem Faktor abhängen: Traut man dem Staat die Eingriffsmöglichkeiten die du forderst überhaupt zu.
Für Yennico und mich scheint die Ohnmacht der US-Regierung eine der wichtigeren Themen des Settings zu sein, du siehst es offensichtlich flexibler. Ab dem Punkt wo ich in meiner Runde das Setting dahingehend modifiziere, dass der Staat noch ein paar eigene Ressourcen hat, anstatt nur noch eine Marionette der Konzerne zu sein, ergibt auch alles, was du sagst Sinn. Im Standardsetting ist nur halt einfach faktisch nix von der US-Regierung übrig, außer dem Namen.
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Life is like an analogy.
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Oder Flächenbombardement? Zitat:
Wenn du das nicht in deinen Post schreibst, kann ich das nicht wissen Zitat:
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Für mich wäre das Worst Case Szenario: Der Konzern hat extremes High Tech und Geld und es gibt entsprechende totale Überwachung der Konzerngelände. DNA-Tests kosten nichts mehr viel und jeder Konzern nimmt eine gefundene DNA-Probe und entwickelt daraus einen Virus, der genau diese Person tötet. Eine weltumspannende DNA-Datenbank mit Zwangsregistrierung für alle Personen. Dem Staat werden entsprechende Samples zugespielt, die Polizisten haben entsprechende Scanner suchen damit dann die Verdächtigen. Zitat:
Ich will dein Szenario nicht bewerten, es ist nur deutlich nicht mehr die CP Welt aus den Büchern. Schöne Hypothese. Man kann sicherlich CP mit totalen Überwachungsstaat wie 1984 spielen, aber das ist dann nur noch vom Regelwerk CP und nicht von der Welt. Ein solches Szenario hat auch seinen Reiz und kann Spaß machen, keine Frage.
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"Ich pubertiere bis zur Schnabeltasse." Otto Garber “Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.” Ludwig Wittgenstein (1889 - 1951). Great minds discuss ideas; Average minds discuss events; Small minds discuss people. (Eleanor Roosevelt) |
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Auch Ausrüstungstechnisch scheint die US Regierung den Gangern, ja offensichtlich sogar den Konzernen überlegen zu sein. Zitat:
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Möglicherweise kann das Setting und die Schwäche des Staates doch anders ausgelegt werden als es im ersten Augenblick den Anschein macht. Bis auf drei Firmen ist der durchschnittliche US-Soldat sogar den Corps überlegen: Zitat:
Sogar bei der Polizei scheint die Lage nicht vollkommen desolat zu sein: Zitat:
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Und weil es so nett ist mit auch zu plaudern: Zitat:
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Die Zitate, die du bringst, stellen für mich nur das eh offensichtliche dar:
Ein einfacher Soldat ist für den Kampf ausgebildet und dank seiner Ausrüstung, Ausbildung und Menge besser als ein Ganger. Wer viele Soldaten hat, braucht auch viel Spielzeug für sie in Form von Waffen und anderen Gegenständen. Eine Armee hat nun mal Panzer, Flugzeige, Schiffe, etc. Zitat:
Night City liegt in den Free State Kalifornien. Ob da die US Armee reindarf weis ich gerade nicht. Zitat:
Die Armee hat nicht genug Männer um alle Combatzonen zu befrieden. Was für ein Bild hat man von der Regierung, die ihre eigenen Soldaten im eigenen Land gegen eigene Bürger schickt. Wie erfolgreich war Gegossenes Blei? Das ist meiner Kreativität entsprungen. Natürlich könnte man die Samples auch zu Zellen heranreifen lassen und dann Robodogs den Geruch aufnehmen lassen um diese Personen zu suchen. Ich finde das Überwachungsszenario interessant für einen Oneshot only. Es wäre schon Punk gegen das System anzutreten.
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ach jungs, jetzt habt euch wieder lieb und gebt euch nen zungenkuss.
--- ich persönlich finde die existens von echten "combat zones" auch eher wiedersinnig. quasi gewollte elendgebiete okay, aber nichts wo man nicht mal eben reinrockern kann um zu zeigen wer der boss ist und bleibt. und auch slums funktionieren letztlich nach den selben regeln wie "die welt da draussen" - nur eben um einiges dreckiger. letztlich ist so eine CZ auch nur das konsequente abfallprodukt der ewig sauberen glas und stahl paläste. Raben-AAS CP szenario z.b. sieht eine schrittweise säuberung der CZ vor, an dessen ende ganz klar die zerschlagung der grossen gangs steht. nach dem motto - auto organisation gibbs nich. gabs da nicht z.b. in mexico vor einiger zeit kriegsähnliche zustände mit den den drogenkartellen in irgendeiner stadt? naja, drogenkartelle sind in jedem fall nicht auf eine lumpige zone beschrängt und spielen in meiner wahrnehmung in einer deutlich höheren liga. mein persönliches CZ szenario sieht quasi die umkehrung der logik dieser zonen vor. die regierung steckt leute in die zonen und bestimt wer rein oder raus kommt. quasi verordnete ghettos für den wachsenden berg an hungrigen, ewig unzufriedenen und überflüssigen. "mauer" drum und gut is. dazu eine staatliche minimalversorgung - die den leuten noch einredet dem staat auf der tasche zu liegen und nichts wert zu sein, und fertig ist die schöne neue combat zone. letztlich bleibt klar das die anzahl der squatter ohne drastische endlösung nicht einfach weniger wird nur weil ich an jeder ecke ne kamera aufstelle. das motto muss in jedem fall "teile und herrsche" bleiben. die vernichtung von alternativen bleibt erstes ziel. dann ist es fast schnurz wieviele squatter in irgendwelchen zonen herrumeiern - zumindest so lange diese nicht am stück verhungern. wie gesagt, das heer der armen erfüllt seinen zweck. wegmachen wäre sozialismus. --- was den punkt der überwachung angeht würde ich auf den menschlichen faktor setzen ohne den es nunmal nicht geht. ich würde mal behaupten ein "face" (a.k.a. conmen) kann mit der richtigen vorbereitung und zeit so ziemlich überallhin kommen. der rest sind die spielereien von sicherheitslöchern ausnutzen bis diese dann wieder zu sind. ohne insider wissen oder viel glück würde ich aber in jedem fall sagen das unsere punks gegen "die da oben" letztlich den kürzeren ziehen, wenn sie denken sie müssten auf dauer in deren liga mitmischen. wem kleine brötchen reichen - und nicht blöd ist - kann aber bestimmt auch mit dem ganzen überwachungsmist viel spass haben (siehe yomango - wems was sagt). --- eine ganz andere sache hingegen sind revolutionäre bewegungen mit breiter basis. aber da sehen ich bei CP keine basis und das wär wohl auch ein anderes setting.
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Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
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Viele Grüße! PS: Sorry für diesen belanglosen Post, aber das musste gerade sein
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Schön auch, dass die Leute immer noch den Käse ausm Boulevard glauben. Geht mal nach Neukölln. Klar, das Viertel ist genauso pleite wie der Rest von Berlin auch, aber die Straßen sind weder massiv unsicher, noch sonstwas. Ist ein schönes Viertel mit sehr günstigen Wohnungen und allem, was diese beiden Umstände anziehen.
Aber keine Kampfzone, schon gar nicht wenn man Europäer und aus dem Schulalter raus ist.
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