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Überwachungsstaat

Dies ist das Thema Überwachungsstaat bei Cyberpunk als Teil vom Rollenspiele.
Es ist nicht so das ich eure Argumente nicht sehen würde. Im Prinzip stimme ich euch ja sogar teilweise zu. ...



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  #21  
Alt 04.03.10, 21:03
Benutzerbild von Uzi
Uzi Uzi ist offline
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Uzi Held
Standard AW: Überwachungsstaat

Es ist nicht so das ich eure Argumente nicht sehen würde. Im Prinzip stimme ich euch ja sogar teilweise zu. Allerdings nützt das glaube ich nichts viel. Ich kann, wenn ihr das wollt auch noch mal auf alle Punkte einzeln eingehen. Ihr habt euch da ja auch wirklich viel Mühe mit gemacht. Ich denke nur, dass es so eine Batman/Superman Disko wird. Ich habe nicht das Gefühl das ihr auch nur einen Iota von eurem Standpunkt abgerückt seid, trotz meiner KLAR überlegenen Argumente. Das gleiche gilt für mich. Ich bin immer noch der selben Meinung wie vor 5 Posts. Auf einige Kleinigkeiten werde ich aber noch mal eingehen:


Zitat:
Zitat von Yennico
Nach diesem Post braucht besagter Pirat mit den Holzbeinen auch noch wurmstichige Holzkrücken zum aufrechtstehen.
Ach ja? Du argumentierst wie ein dummer Bauer!

Zitat:
Zitat von Yennico
Du forderst gerade Zwangsumsiedlung und Zwangsentwaffnung einer Gruppe von Personen, denen man erst mal habhaft werden müsste.
Weis du was so eine Aktion für einen Eindruck auf anstäntige Bürger macht: "Heute sind es nur die Personen aus der Combatzone, morgen könnte ich es sein, wenn ich dem Staat unbequem werde"
Ich glaube das ist logistisch gar nicht so schwer. Immerhin sind die alle in der Kampfzone. Bei dir hört sich das irgendwie so negativ an wenn das Volk angst vor dem Präsidenten hat und nicht andersrum.

Zitat:
Zitat von Yennico
wer in einer Blacklist auftaucht darf nicht reingelassen werden?
Eher so. Das dürfte sich über die Ausweispapiere ganz gut regeln lassen. Die Kontrolle kann man ja automatisieren.

Zitat:
Zitat von Yennico
Die Kampfzone in NC ist aber keine Insel wie Manhattan.
Spielen wir mal dein Klapperschlangenkonzept für NC durch.
Um die Kampfzone müsste erst mal eine hohe Mauer errichtet werden. Weitere Sicherungsmaßnahmen, damit keiner fliehen kann sind ebenso erforderlich. Wie lange dauert es diese Mauer zu bauen (falls man die ungestört bauen könnte)? Wie teuer ist es diese Mauer zu bauen? Dann muss die Mauer bewacht werden. Dafür braucht es Personal und Ausrüstung, was ebenfalls Geld kostet. Von der Instandhaltung wollen wir gar nicht reden.
Da sollen die ja gar nicht bleiben. Da kommt ja der neue Miltech-Arasaka Golfplatz hin. Meinetwegen kann man Santa Clemente zum Gefängnis machen und die sehen zu wie sie da klar kommen. Wenn man die in ein Privatgefängnis bringt wo sie unendgeldlich arbeiten müssen kann sich die Inhaftierung möglicherweise sogar wieder lohnen.

Zitat:
Zitat von Cry
Außerdem hab ich gehört, Plissken wäre eh tot.
Isser auch. Die Südafrikaanalogie klingt ganz spannend. Muss ich mich mal mehr mit befassen.

So, jetzt aber. Ich glaube was wir brauchen um der Antwort auf Navokhas Frage näher zu kommen ist erst mal eine gemeinsame Basis. Wenn wir ohnehin davon ausgehen das die Regierung nichts gegen die Kampfzonen unternehmen will, brauchen wir doch auch eigentlich gar nicht darüber zu diskutieren ob sie es theoretisch könnte oder nicht. Wenn ich alles richtig verstanden habe, hat uns Navokha doch direkt nach dem Worst Case Szenario (aus der Sicht des Runners) gefragt. Das wäre für mich die Schließung der Kampfzone und das Austrocknen des illegalen Waffenhandels. (Also schlimmer wäre natürlich das es keine Knarren mehr gebe. Ich kann auch in der City auf Cops schießen wenn es keine Kampfzone mehr gibt, aber womit soll ich schießen wenn ich keine Waffe habe?) Also die Transformation vom Gescheiterter Staat zurück zum Überwachungs- / Präventionsstaat. Nehmen wir an es kommt zu einem Paradigmenwechsel bei CP und die Kampfzonen sind auf ein mal nicht mehr im Interesse der Regierung. Warum, dass ist nicht so wichtig. Aber sagen wir z.B. die Runner haben sich immer stärker politisiert und die Kampfgebiete verwandeln sich in so eine Art National Befreite Zone, wo sich die Bevölkerung immer stärker gegen die Regierung / Konzerne engagiert. Das ist eigentlich egal, wichtig ist nur das die Staatsführung jetzt genug hat. Wenn wir uns auf dieses Szenario einigen können, dann stellt sich uns jetzt wieder die Ausgangsfrage: Wäre die Regierung in der Lage die Kampzone zu schießen? Welche Möglichkeiten hat sie illegale Aktivitäten einzudämmen oder komplett zu eliminieren? Das sie immer noch die Interessen der Konzerne vertritt ist klar, auf deren Unterstützung kann sie demnach hoffen. Der Paradigmenwechsel muss demnach zuerst bei den Konzernen stattgefunden haben, die bei CP ja weitgehend die Regierung kontrollieren. Das heißt noch lange nicht, dass die Konzerne die ganze Arbeit für die Regierung machen. Es hieße aber mMn schon, dass die US Truppen / Nationalgarde zumindest technische Unterstützung bekämen. Was könnten die Runner gegen ein solches Vorgehen unternehmen?

Ich merke gerade das in diesem Zusammenhang das Beispiel von der Politisierung ziemlich blöde ist, weil das ja auch mehr Zusammenhalt / Zusammenarbeit zwischen den Gangs voraussetzen würde. Egal nehmen wir was anderes. Meinetwegen schalten die Konzerne die Regierung als Mittler aus und übernehmen direkt die Macht. Was auch immer. Denkt euch was aus. Obwohl CP kein „die Chars retten die Welt“ spiel ist, finde ich die Idee immer interessanter je länger ich darüber nachdenke. Was könnten die Runner tun wenn ein wirklich starker Feind sich entscheiden würde ihnen ihre Lebensgrundlage zu entziehen? Bis zu welchem Zeitpunkt können sie überhaupt noch was tun?
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  #22  
Alt 04.03.10, 21:22
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Also, ich sehe die Diskussion halt einfach von einem Faktor abhängen: Traut man dem Staat die Eingriffsmöglichkeiten die du forderst überhaupt zu.
Für Yennico und mich scheint die Ohnmacht der US-Regierung eine der wichtigeren Themen des Settings zu sein, du siehst es offensichtlich flexibler.

Ab dem Punkt wo ich in meiner Runde das Setting dahingehend modifiziere, dass der Staat noch ein paar eigene Ressourcen hat, anstatt nur noch eine Marionette der Konzerne zu sein, ergibt auch alles, was du sagst Sinn.

Im Standardsetting ist nur halt einfach faktisch nix von der US-Regierung übrig, außer dem Namen.
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  #23  
Alt 04.03.10, 22:05
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Zitat:
Zitat von Uzi Beitrag anzeigen
Ich glaube das ist logistisch gar nicht so schwer. Immerhin sind die alle in der Kampfzone.
Willst Du die ganzen Bewohner der Kampfzone einfach aushungern oder in einen reinen Häuserkampf verwickeln?
Oder Flächenbombardement?

Zitat:
Zitat von Uzi Beitrag anzeigen
Bei dir hört sich das irgendwie so negativ an wenn das Volk angst vor dem Präsidenten hat und nicht andersrum.
Otto Normalbürger, der nicht für einen Großkonzern arbeitet, hat wenn auch vielleicht keine Angst, aber Respekt vor dem Staat und seinen ausführenden Organen wie Polizei und Armee.

Zitat:
Zitat von Uzi Beitrag anzeigen
Da sollen die ja gar nicht bleiben.
Wenn du das nicht in deinen Post schreibst, kann ich das nicht wissen

Zitat:
Zitat von Uzi Beitrag anzeigen
Wenn man die in ein Privatgefängnis bringt wo sie unendgeldlich arbeiten müssen kann sich die Inhaftierung möglicherweise sogar wieder lohnen.
Was sollen die denn herstellen?

Zitat:
Zitat von Uzi Beitrag anzeigen
Wenn ich alles richtig verstanden habe, hat uns Navokha doch direkt nach dem Worst Case Szenario (aus der Sicht des Runners) gefragt.
Der Worst Case schließt aber auch die jeweilige CP Welt mit ein. Nach den Infos aus den Büchern ist dein Szenario nicht möglich.
Für mich wäre das Worst Case Szenario: Der Konzern hat extremes High Tech und Geld und es gibt entsprechende totale Überwachung der Konzerngelände. DNA-Tests kosten nichts mehr viel und jeder Konzern nimmt eine gefundene DNA-Probe und entwickelt daraus einen Virus, der genau diese Person tötet. Eine weltumspannende DNA-Datenbank mit Zwangsregistrierung für alle Personen. Dem Staat werden entsprechende Samples zugespielt, die Polizisten haben entsprechende Scanner suchen damit dann die Verdächtigen.

Zitat:
Zitat von Uzi Beitrag anzeigen
Das wäre für mich die Schließung der Kampfzone und das Austrocknen des illegalen Waffenhandels.
Das ist ein mögliches Szenario, bei dem die CP Welt aber gewaltig verändert werden muss.
Ich will dein Szenario nicht bewerten, es ist nur deutlich nicht mehr die CP Welt aus den Büchern.

Zitat:
Zitat von Uzi Beitrag anzeigen
Nehmen wir an ....
Schöne Hypothese.

Man kann sicherlich CP mit totalen Überwachungsstaat wie 1984 spielen, aber das ist dann nur noch vom Regelwerk CP und nicht von der Welt. Ein solches Szenario hat auch seinen Reiz und kann Spaß machen, keine Frage.
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  #24  
Alt 05.03.10, 16:35
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Uzi Uzi ist offline
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Uzi Held
Standard AW: Überwachungsstaat

Zitat:
Zitat von Cry
Traut man dem Staat die Eingriffsmöglichkeiten die du forderst überhaupt zu.
Ja, tue ich. Ich fürchte ich tue das auch für das Basissetting auch wenn ich mir dieses Eingreifen nicht wünsche.

Zitat:
Zitat von Yennico
Das ist ein mögliches Szenario, bei dem die CP Welt aber gewaltig verändert werden muss.
Da bin ich mir halt nicht so sicher wie ihr. CP2020 sagt im übrigen folgendes:

Zitat:
Zitat von CP2020
Like never before, the Armed Forces can put a major crimp in the style of Edgerunners. Trained and ready to fight in urban environments, and in smaller sizes than before, a trained Marine rifle squad can take on a small boostergang with the right information. Governments are much more likely to rely on military forces for defensive duties than before (because they are both cheaper and more reliable than hiring Corporate contractors), which means that performing an extraction or theft on a Government facility can be tricky indeed. Corporate forces are easier, but by no means easy, and there is always the risk the Corp has hired mercenaries (like, say, Lazarus), to defend their property. It cannot be stressed enough that military forces are not something to be laughed at; they are well armed, trained, and, more importantly, supported. The average soldier is not as good a combatant as the average Solo, but you won't encounter the average soldier alone. He's part of a squad, and even if you kill him, you have to deal with his nine chums. And it's likely that three of them are going to see you kill the blighter. So be warned.
Es macht auf mich doch den Eindruck als ob die Quellenbücher schon davon ausgehen, dass es 13 Marines im Nahkampf (CCB und nicht Mêlée) mit einer Boostergang aufnehmen können. Hier ist ja noch nicht mal die Rede von einer Operation verbundener Kräfte oder auch nur Luftunterstützung.

Auch Ausrüstungstechnisch scheint die US Regierung den Gangern, ja offensichtlich sogar den Konzernen überlegen zu sein.

Zitat:
Zitat von CP2020
The largest buyer and user of military hardware in the western hemisphere is the U.S. military, particularly the Army and the Marine Corps.
und weiter:

Zitat:
Zitat von CP2020
…the Army has lots of soldiers, and lots of guns for them to use, so it wields more military power than any single military force in North America. With its tanks, airborne infantry, mobile artillery, and tactical air commands, it is a force to be reckoned with.
Ich denke auch das lässt einiges an Interpretationsspielraum frei.

Möglicherweise kann das Setting und die Schwäche des Staates doch anders ausgelegt werden als es im ersten Augenblick den Anschein macht.

Bis auf drei Firmen ist der durchschnittliche US-Soldat sogar den Corps überlegen:

Zitat:
Zitat von CP2020
CorpSec units may be well-equipped, -trained, and -organized, but, unless they're Arasaka Militech, or Lazarus troops, they are security—well-armed, ill-tempered cops; not dedicated combat troops. Corps teach economical conflict (Don't damage the assets!), not no-holds-barred warfare. Corp troops will hesitate before harming valuable property/people, while the Army won't; think twice about blasting a building to rubble just to get one sniper...


Sogar bei der Polizei scheint die Lage nicht vollkommen desolat zu sein:

Zitat:
Zitat von CP2020
GOVERNMENT'S OUTLOOK ON LAW ENFORCEMENT
The Government still retains a sizable dedication to national law enforcement, and has always been a solid supporter of the Uniform Civilian Justice Code. Although unforeseen political and budget difficulties were the cause of the initial FBI and CIA merger, it has turned out to be far more of a working venture than originally intended (or expected). Due to their success, LEDiv is now the pride and joy of the government, and personnel are recruited nationally from various agencies to form this prestigious side arm of the CIA.
The Government has a stake in ensuring LEDiv's continued successes the only alternative to a strong police system would be Martial Law…
Meiner Meinung nach hängt es doch im wesentlichen mit dem Unwillen der Regierung zusammen diese Maßnamen zu ergreifen.

Zitat:
Zitat von Yennico
Ich will dein Szenario nicht bewerten, es ist nur deutlich nicht mehr die CP Welt aus den Büchern.
Du kannst es gerne bewerten. Ich persönlich finde es kacke. Wie gesagt:

Zitat:
Zitat von Uzi
Wo das gesagt ist bleibt mir noch anzumerken das ich CP nicht so spielen wollen würde.
Zitat:
Zitat von Uzi
Im Endeffekt wäre es aber total bescheuert so einen Weg einzuschlagen. Das wäre ja wie Cyberpunk ohne Cyberware.
Zitat:
Zitat von Uzi
Cyberpunk mit Law and Order ist halt nicht das selbe.
Ich will gar nicht das die Kampfzone gestürmt und Aufgelöst wird. CP soll bitte schön so bleiben wie es ist. Was mich interessiert ist möglicherweise ein Bedrohungspotential gegen die Chars aufzubauen und vielleicht ein Szenario zu erstellen in dem erste Schritte in diese Richtung von den SC verhindert werden könnten.

Und weil es so nett ist mit auch zu plaudern:

Zitat:
Zitat von Yennico
Willst Du die ganzen Bewohner der Kampfzone einfach aushungern oder in einen reinen Häuserkampf verwickeln? Oder Flächenbombardement?
Ja so ungefähr. Eine gute Mischung aus allem nehme ich an. Ich würde mich dafür wie bereits erwähnt an Gegossenes Blei orientieren.

Zitat:
Zitat von Yennico
Der Worst Case schließt aber auch die jeweilige CP Welt mit ein. Nach den Infos aus den Büchern ist dein Szenario nicht möglich.
Sehe ich wie bereits oben erwähnt ja bekanntlich anders.

Zitat:
Zitat von Yennico
Für mich wäre das Worst Case Szenario: Der Konzern hat extremes High Tech und Geld und es gibt entsprechende totale Überwachung der Konzerngelände. DNA-Tests kosten nichts mehr viel und jeder Konzern nimmt eine gefundene DNA-Probe und entwickelt daraus einen Virus, der genau diese Person tötet. Eine weltumspannende DNA-Datenbank mit Zwangsregistrierung für alle Personen. Dem Staat werden entsprechende Samples zugespielt, die Polizisten haben entsprechende Scanner suchen damit dann die Verdächtigen.
RESPECT! Das nenne ich wirkliche Bosheit! Gelesen oder selbstentwickelt?

Zitat:
Zitat von Yennico
Man kann sicherlich CP mit totalen Überwachungsstaat wie 1984 spielen, aber das ist dann nur noch vom Regelwerk CP und nicht von der Welt. Ein solches Szenario hat auch seinen Reiz und kann Spaß machen, keine Frage.
Zum 12ten mal JA. Diesmal so gar: Sir, Jawohl Sir! Die Frage ist ja auch immer noch nicht danach ob man das Spielen will sondern was es für Gegenmaßnahmen gäbe. Ich glaube nicht das es als Campagnenspiel sonderlich interessant wäre. Zumindest nicht wenn man nicht die Rollen vertauschen würde.
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  #25  
Alt 05.03.10, 17:55
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Standard AW: Überwachungsstaat

Die Zitate, die du bringst, stellen für mich nur das eh offensichtliche dar:
Ein einfacher Soldat ist für den Kampf ausgebildet und dank seiner Ausrüstung, Ausbildung und Menge besser als ein Ganger.
Wer viele Soldaten hat, braucht auch viel Spielzeug für sie in Form von Waffen und anderen Gegenständen. Eine Armee hat nun mal Panzer, Flugzeige, Schiffe, etc.

Zitat:
Zitat von Uzi Beitrag anzeigen
Möglicherweise kann das Setting und die Schwäche des Staates doch anders ausgelegt werden als es im ersten Augenblick den Anschein macht.
In Home of the Brave wird IIRC noch einiges zum US Staat gesagt.

Night City liegt in den Free State Kalifornien. Ob da die US Armee reindarf weis ich gerade nicht.


Zitat:
Zitat von Uzi Beitrag anzeigen
Meiner Meinung nach hängt es doch im wesentlichen mit dem Unwillen der Regierung zusammen diese Maßnamen zu ergreifen.
Ich würde es anders sehen. Jede US Stadt eine Combatzone, denn das sind die modernen Slums.
Die Armee hat nicht genug Männer um alle Combatzonen zu befrieden.
Was für ein Bild hat man von der Regierung, die ihre eigenen Soldaten im eigenen Land gegen eigene Bürger schickt.

Zitat:
Zitat von Uzi Beitrag anzeigen
Ich würde mich dafür wie bereits erwähnt an Gegossenes Blei orientieren.
Wie erfolgreich war Gegossenes Blei?

Zitat:
Zitat von Uzi Beitrag anzeigen
RESPECT! Das nenne ich wirkliche Bosheit! Gelesen oder selbstentwickelt?
Das ist meiner Kreativität entsprungen. Natürlich könnte man die Samples auch zu Zellen heranreifen lassen und dann Robodogs den Geruch aufnehmen lassen um diese Personen zu suchen.

Ich finde das Überwachungsszenario interessant für einen Oneshot only. Es wäre schon Punk gegen das System anzutreten.
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  #26  
Alt 05.03.10, 20:35
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Standard AW: Überwachungsstaat

ach jungs, jetzt habt euch wieder lieb und gebt euch nen zungenkuss.

---

ich persönlich finde die existens von echten "combat zones" auch eher wiedersinnig. quasi gewollte elendgebiete okay, aber nichts wo man nicht mal eben reinrockern kann um zu zeigen wer der boss ist und bleibt. und auch slums funktionieren letztlich nach den selben regeln wie "die welt da draussen" - nur eben um einiges dreckiger. letztlich ist so eine CZ auch nur das konsequente abfallprodukt der ewig sauberen glas und stahl paläste.

Raben-AAS CP szenario z.b. sieht eine schrittweise säuberung der CZ vor, an dessen ende ganz klar die zerschlagung der grossen gangs steht. nach dem motto - auto organisation gibbs nich.
gabs da nicht z.b. in mexico vor einiger zeit kriegsähnliche zustände mit den den drogenkartellen in irgendeiner stadt? naja, drogenkartelle sind in jedem fall nicht auf eine lumpige zone beschrängt und spielen in meiner wahrnehmung in einer deutlich höheren liga.

mein persönliches CZ szenario sieht quasi die umkehrung der logik dieser zonen vor. die regierung steckt leute in die zonen und bestimt wer rein oder raus kommt. quasi verordnete ghettos für den wachsenden berg an hungrigen, ewig unzufriedenen und überflüssigen. "mauer" drum und gut is.
dazu eine staatliche minimalversorgung - die den leuten noch einredet dem staat auf der tasche zu liegen und nichts wert zu sein, und fertig ist die schöne neue combat zone.

letztlich bleibt klar das die anzahl der squatter ohne drastische endlösung nicht einfach weniger wird nur weil ich an jeder ecke ne kamera aufstelle. das motto muss in jedem fall "teile und herrsche" bleiben. die vernichtung von alternativen bleibt erstes ziel. dann ist es fast schnurz wieviele squatter in irgendwelchen zonen herrumeiern - zumindest so lange diese nicht am stück verhungern. wie gesagt, das heer der armen erfüllt seinen zweck. wegmachen wäre sozialismus.

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was den punkt der überwachung angeht würde ich auf den menschlichen faktor setzen ohne den es nunmal nicht geht. ich würde mal behaupten ein "face" (a.k.a. conmen) kann mit der richtigen vorbereitung und zeit so ziemlich überallhin kommen.
der rest sind die spielereien von sicherheitslöchern ausnutzen bis diese dann wieder zu sind. ohne insider wissen oder viel glück würde ich aber in jedem fall sagen das unsere punks gegen "die da oben" letztlich den kürzeren ziehen, wenn sie denken sie müssten auf dauer in deren liga mitmischen.
wem kleine brötchen reichen - und nicht blöd ist - kann aber bestimmt auch mit dem ganzen überwachungsmist viel spass haben (siehe yomango - wems was sagt).

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eine ganz andere sache hingegen sind revolutionäre bewegungen mit breiter basis. aber da sehen ich bei CP keine basis und das wär wohl auch ein anderes setting.
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  #27  
Alt 06.03.10, 05:43
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Zitat:
Zitat von Ascaso Beitrag anzeigen
mein persönliches CZ szenario sieht quasi die umkehrung der logik dieser zonen vor. die regierung steckt leute in die zonen und bestimt wer rein oder raus kommt. quasi verordnete ghettos für den wachsenden berg an hungrigen, ewig unzufriedenen und überflüssigen. "mauer" drum und gut is.
dazu eine staatliche minimalversorgung - die den leuten noch einredet dem staat auf der tasche zu liegen und nichts wert zu sein, und fertig ist die schöne neue combat zone.
Scheiße, bin ich der Einzige, dem es gerade so ergeht, oder denkt ihr anderen gerade auch unweigerlich an eine Schwarz/Gelb Regierung und den Berliner Bezirk Neukölln? *weiß nicht, ob er lachen oder weinen soll*

Viele Grüße!

PS: Sorry für diesen belanglosen Post, aber das musste gerade sein
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  #28  
Alt 06.03.10, 07:21
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Zitat:
Zitat von Navokha Beitrag anzeigen
Scheiße, bin ich der Einzige, dem es gerade so ergeht, oder denkt ihr anderen gerade auch unweigerlich an eine Schwarz/Gelb Regierung und den Berliner Bezirk Neukölln?
Ich musste bei der Abkürzung von Combat Zone an das satirische Nockherberg Derblecken denken.
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  #29  
Alt 10.03.10, 15:00
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Zitat:
Zitat von Navokha Beitrag anzeigen
Scheiße, bin ich der Einzige, dem es gerade so ergeht, oder denkt ihr anderen gerade auch unweigerlich an eine Schwarz/Gelb Regierung und den Berliner Bezirk Neukölln? *weiß nicht, ob er lachen oder weinen soll*
schön das es dir gefällt
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  #30  
Alt 10.03.10, 16:48
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Schön auch, dass die Leute immer noch den Käse ausm Boulevard glauben. Geht mal nach Neukölln. Klar, das Viertel ist genauso pleite wie der Rest von Berlin auch, aber die Straßen sind weder massiv unsicher, noch sonstwas. Ist ein schönes Viertel mit sehr günstigen Wohnungen und allem, was diese beiden Umstände anziehen.

Aber keine Kampfzone, schon gar nicht wenn man Europäer und aus dem Schulalter raus ist.
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