Confessions of a dangerous Storyteller.
Ain't no party like a old school party...
... cause an old school party don't stop.
Und in diesem Fall heißt "party" "Diskussion" und "old school" sowas wie "Rollenspieler". Ich bin jedesmal erstaunt über die hochtrabenden Diskussionen über die Aufgabe des Spielleiters die ich so in diversen Blogs lese, während man darüber diskutiert ob man wohl ergebnisoffen oder lieber willkürlich leiten sollte, ob man würfelt oder festlegt, ob man die Spieler bescheisst oder umbringt, ob man lieber narrativ oder simulativ... ob man - naja, ihr kennt das Elend ja alle.
Es ist doch ganz einfach - der SL hat eine Aufgabe (naja, ein paar mehr, aber eine Kernaufgabe) und das ist die Scheiß Runde am laufen zu halten. Nicht irgendein Dogma zu propagieren. Ich bin irgendwie immer entsetzt wenn ich lese das SL lieber die Kampagne zu grabe tragen als das zu tun was nötig wäre um sie am laufen zu halten.
Wenn ich lügen muss um weiterspielen zu können, dann lüge ich. Wenn ich simulieren muss um weiterspielen zu können, dann simuliere ich. Wenn ich würfeln und das Ergebnis vorwegnehmen muss, dann würfle ich und nehme das Ergebnis vorweg.
Es erheitert irgendwie zu lesen wenn jemand offensichtlich irgendwelche ehernen Gesetze für's Rollenspiel formuliert von denen man NIEMALS abweichen darf.
Tips für gutes Rollenspiel in allen Ehren, nichts gegen Überlegungen wie man seine Runde verbessern kann, aber wenn es groteske Auswüchse annimmt (Bin ich jetzt reiner Simulationist oder lasse ich die Gruppe verrecken?) wird es Zeit mal über ein wenig Mäßigung nachzudenken.
Alle Mitspieler haben in erster Linie die Aufgabe die Gruppe am Leben zu halten (das gilt auch für Spieler!). Beim Rollenspiel gilt in der Tat der Kollektivgedanke.
Jeder Tip ist nur so lange "gut" wie er dem Spiel auch was bringt. Kein Spielstil ist Religion. Und wenn die Runde GUT klappt wenn man die Spieler belügt und betrügt und NICHT klappt wenn man simuliert - tchaaaa... dann SCHEISS auf Simulationismus. Muss ja nicht jede Runde gleich sein.
Bei mir sind ja nichtmal alle Spieler identisch! Was dem einen gefällt nervt den anderen. Hier ist der SL eben der Mediator der die Spielinhalte so auswählt das alle damit spielen können.
Und, wie gesagt - das gilt natürlich auch so für die Spieler. Aber das ist ein anderes Thema.
Edit: Einige der schlimmeren Rechtschreibfehler entfernt - bin eindeutig zu müde heute.
Und in diesem Fall heißt "party" "Diskussion" und "old school" sowas wie "Rollenspieler". Ich bin jedesmal erstaunt über die hochtrabenden Diskussionen über die Aufgabe des Spielleiters die ich so in diversen Blogs lese, während man darüber diskutiert ob man wohl ergebnisoffen oder lieber willkürlich leiten sollte, ob man würfelt oder festlegt, ob man die Spieler bescheisst oder umbringt, ob man lieber narrativ oder simulativ... ob man - naja, ihr kennt das Elend ja alle.
Es ist doch ganz einfach - der SL hat eine Aufgabe (naja, ein paar mehr, aber eine Kernaufgabe) und das ist die Scheiß Runde am laufen zu halten. Nicht irgendein Dogma zu propagieren. Ich bin irgendwie immer entsetzt wenn ich lese das SL lieber die Kampagne zu grabe tragen als das zu tun was nötig wäre um sie am laufen zu halten.
Wenn ich lügen muss um weiterspielen zu können, dann lüge ich. Wenn ich simulieren muss um weiterspielen zu können, dann simuliere ich. Wenn ich würfeln und das Ergebnis vorwegnehmen muss, dann würfle ich und nehme das Ergebnis vorweg.
Es erheitert irgendwie zu lesen wenn jemand offensichtlich irgendwelche ehernen Gesetze für's Rollenspiel formuliert von denen man NIEMALS abweichen darf.
Tips für gutes Rollenspiel in allen Ehren, nichts gegen Überlegungen wie man seine Runde verbessern kann, aber wenn es groteske Auswüchse annimmt (Bin ich jetzt reiner Simulationist oder lasse ich die Gruppe verrecken?) wird es Zeit mal über ein wenig Mäßigung nachzudenken.
Alle Mitspieler haben in erster Linie die Aufgabe die Gruppe am Leben zu halten (das gilt auch für Spieler!). Beim Rollenspiel gilt in der Tat der Kollektivgedanke.
Jeder Tip ist nur so lange "gut" wie er dem Spiel auch was bringt. Kein Spielstil ist Religion. Und wenn die Runde GUT klappt wenn man die Spieler belügt und betrügt und NICHT klappt wenn man simuliert - tchaaaa... dann SCHEISS auf Simulationismus. Muss ja nicht jede Runde gleich sein.
Bei mir sind ja nichtmal alle Spieler identisch! Was dem einen gefällt nervt den anderen. Hier ist der SL eben der Mediator der die Spielinhalte so auswählt das alle damit spielen können.
Und, wie gesagt - das gilt natürlich auch so für die Spieler. Aber das ist ein anderes Thema.
Edit: Einige der schlimmeren Rechtschreibfehler entfernt - bin eindeutig zu müde heute.
Kommentare 16
Kommentare
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Ja. Stimmt.
Aber.. diese dogmatischen Gesetze sind ja wie mir scheint eher der etwas irregeleitete Versuch schlechte Spielrunden auch mal schlechte Spielrunden nennen zu dürfen.
Darum klammern sich so viele Leute gerne an solche Theorien fest und darum wollen sie so ungern diese einfachen Richtlinien mit Differenzierungen und ähnlichem verwässern. Die Angst ist einfach zu groß wieder ohne Worte in einer Runde zu sitzen, die einfach mal Scheiße ist und außer eine apathischen Schulterzucken und "stimmt schon.. aber so ist halt Rollenspiel" nichts dazu zu hören.
Wie gesagt, ich stimme dir zu. Ich wollte lediglich zumindest einen Beweggrund für so ein Verhalten beleuchten. Ich bin mir sicher es gibt auch viele, weit weniger nachvollziehbare oder verzeihbare Gründe um solche Debatten vom Zaun zu reißen.
Ich mache das ja vor allem um die Weiber zu beeindrucken und so Groupies abzugreifen. Und wegen des Geldes. Vor allem wegen des Geldes.Veröffentlicht: 12.03.10 um 16:03 von Georgios
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Man darf Scheiße auch Scheiße nennen - da ist das Dogma doch eher ein Schutz gegen - "Näääää... die Runde war nicht scheiße, die war korrekter ARS Simulationismus. IHR wart scheiße wenn ihr keinen Spaß daran hattet!"
Und die Weiber beeindrucken... Alanna ist weg, 'Raxi fängt auch keinen Streit mehr mit mir an und WJunky hat sich noch nicht zur (lange überfälligen) OP entschieden... Die Groupie Zeiten sind vorbei
Veröffentlicht: 12.03.10 um 16:12 von The Saint
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Veröffentlicht: 12.03.10 um 16:31 von Georgios
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Veröffentlicht: 12.03.10 um 16:59 von T.Dorst
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Veröffentlicht: 12.03.10 um 17:41 von Halloween Jack
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Die OP ist abgesagt. Ich habe mich von Dr. Horrible inspirieren lassen und werde männlicher Groupie!Zitat:
*sing* "We do the weird stuff!"
Sing-Along Blog (Soundtrack from the Motion Picture)Veröffentlicht: 12.03.10 um 18:07 von Tannador
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Ah, nicht ganz so beliebig. Ich habe Schwierigkeiten mit der goldenen Regel weil die gerne als Carte Blanche genommen wird als SL seine Vorstellungen zu machen ohne Rücksicht auf Verluste bei den Spielern - je nachdem wie man sie formuliert vielleicht. (So wie du es getan hast stimmt es ja auch)Zitat:
Das WIRKLICH schlimme ist das "Erlaubt ist was allen Spaß macht" für Rollenspieler offensichtlich gar nicht selbstverständlich ist...Veröffentlicht: 12.03.10 um 18:41 von The Saint
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Veröffentlicht: 12.03.10 um 19:13 von Halloween Jack
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Veröffentlicht: 12.03.10 um 19:31 von Niedertracht
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Veröffentlicht: 12.03.10 um 19:33 von Halloween Jack
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Veröffentlicht: 13.03.10 um 10:41 von Niedertracht
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ich dachte unsere gruppe wäre durch frontenkrieg was spiele angeht schon sehr übel dran... aber ganz ehrlich, ich fühle mich grad verdammt gut in meiner runde, weil SPASS!!! (und das ist genau DAS was ein Hobby machen sollte) definieren wir immer noch gleich! sollte das in anderen runden nicht (mehr) so sein, dann wäre da glaub mal an der zeit, nen wechsel vorzunehmen... hört sich ja schon fast wie inner ehe an... "wir spielen jetzt schon so lange zusammen, jetzt müssen wir das auch weiterhin so durchziehen"... schon schade...Veröffentlicht: 13.03.10 um 10:59 von Spielkind
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"Alle Mitspieler haben in erster Linie die Aufgabe die Gruppe am Leben zu halten," klingt wirklich ein bisschen nach: "bis zum bitteren Ende."
Aber natürlich sollte man seine ideolgischen Grabenkämpfe, wenn man sie denn überhaupt führen muss, nicht auf dem Rücken seiner Gruppe austragen. Erst recht nicht, wenn man selbst Spaß an der Gruppe hat. Das wäre ja selten dämlich.
Trotzdem sollte auch niemand so lange nachgeben müssen, bis er der Dumme ist. Und ein Konsenz, mit dem alle unglücklich sind, kann eine Gruppe über eine kurze Krise retten. Wenn das aber zum Dauerzustand wird, ist es halt auch vernünftig über Alternativen, wie z.B. unter anderem auch eine Auflösung, Teilung oder Trennung von der Gruppe nachzu denken.
Und ja, erlaubt ist natürlich, ws allen Spaß macht.Veröffentlicht: 13.03.10 um 12:40 von Sylandryl Sternensinger
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Oh ja, das ist es.
Genau meine Meinung. Aber da sind natürlich noch andere Faktoren, die es recht schwierig machen, diese "Ehe" aufzulösen. Änderungen wären wünschenswert, gehen aber letztendlich einher mit schwerwiegenden Entscheidungen. Und damit tut man sich manchmal doch schwerer, als man glauben mag.Veröffentlicht: 13.03.10 um 13:53 von Halloween Jack
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Klar stimmt das, was unser Saint da sagt.
Trotzdem war die Theoriediskussion nützlich und wird Spielrunden auch geholfen haben. Auch wenn die Erkenntnis des Saint oft nicht erreicht wurde.
Es ist halt nie Zeit für einen totalitären Spielstil, der vor der Runde festgeschrieben ist. Es ist immer Zeit für alle Spielstile.Veröffentlicht: 15.03.10 um 09:58 von Skar
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Veröffentlicht: 15.03.10 um 12:38 von Tannador
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